Die Jagd auf Nashörner steigt weiter an


    4. November 2011 von zooladen

    Heute soll es mal wieder um ein wenig erfreuliches und dennoch sehr wichtiges Thema gehen. Die Anzahl der wegen der wertvollen Hörner erlegten Nashörner steigt weiter dramatisch  an. Allein in diesem Jahr wurden bereits 341 illegal getötet. Somit wurde ein Rekordhoch erreicht. Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn die Preise, die für die Hörner bezahlt werden, sind enorm hoch.

    Ein Kilogramm Horn für mehr als 50.000 Euro

    Immer häufiger werden Nashörner illegal wegen ihrer Hörner getötet.  Wie die Umweltorganisation veröffentlicht hat, befindet sich die Rate auf einem Rekordhoch. Im Vergleich zu 2007 wurden allein  in diesem Jahr bisher dreimal so viele Nashörner illegal getötet. Und das alles wegen der Hörner. Denn beispielweise werden in Südostasien mehr als 50.000 Euro für ein Kilogramm des Nashorn-Horns bezahlt. Die Popularität der Nashörner in Afrika und Südasien wird dadurch massiv bedroht.

    Doch damit nicht genug. Wie der WWF mitteilt, gilt das Java-Nashorn seit vergangener Woche als ausgestorben, nachdem man ein gewildertes Exemplar aufgefunden hatte. Bei diesen Zahlen verwundert es kaum, dass die Regierungen zu drastischen Maßnahmen greifen, um die Nashörner zu schützen. In den Kampf gegen die Wilderer wird teilweise sogar das Militär einbezogen. Die mutmaßlichen Wilderer werden festgenommen und teilweise bei den Fluchtversuchen getötet.

    Besonders problematisch ist die Tatsache, dass die organisierte Kriminalität die Wilderei als lukratives Geschäft für sich entdeckt hat. Die jeweiligen Behörden sind sich der Bedrohung bewusst und versuchen, diese Gefahr zu bannen.

    Delfinnachwuchs begeistert Duisburger Zoobesucher


    21. Oktober 2011 von zooladen

    Im Zoo in Duisburg sind binnen weniger Wochen drei Delfinbabys zur Welt gekommen. Experten betiteln dieses Ereignis als große Besonderheit, da die Meeressauger, wenn sie sich in Gefangenschaft befinden, nur schwer nachzuzüchten sind. Am 17. Oktober wurde das erste Baby in der Öffentlichkeit gezeigt. Bei der Geburt wog „Dörte“ um die 18 Kilo, mittlerweile wiegt sie stolze 44,8 Kilogramm. Etwa zeitgleich mit Dörte kamen die Babys „Diego“ und „Darwin“ zur Welt. Dörte hat die beiden anderen Babys mit ihrem Gewicht allerdings schon längst überholt.

     

    Dörte erhält die volle Aufmerksamkeit

     

    Mittlerweile ist Dörte schon knapp zwei Monate alt. Im August wurde sie von Mutter „Delphi“ zur Welt gebracht. Spektakulär ist, dass im darauffolgenden Monat zwei weitere Delfinbabys das Licht der Welt erblickten. Beide müssen noch einige Zeit im Quarantänebereich verbringen. Damit sind die Jungtiere sicher vor Infekten, die sie sich gerade in dem jungen Alter schnell einfangen können. Das Immunsystem der Delfine ist zur Geburt nicht ausreichend ausgebildet. Selbst wenn sie in Freiheit wären, würde das Immunsystem noch nicht voll funktionsfähig sein. Somit wird Dörte die ganze Aufmerksamkeit geschenkt, was ihr sichtlich zu gefallen scheint.

     

    Im Jahr 1965 erhielt der Duisburger Zoo die ersten Meeressauger. Damals handelte es sich um Wildfänge. Regelmäßig wird der Tierpark von den Gegnern der Delfinhaltung angegriffen. Ihrer Meinung nach sollten Delfine nicht in künstlichen Wasserbecken gehalten werden. Der Zoo muss dabei jede Menge Kritik ernten. Von den Gegnern der Delfinhaltung wird ihnen vorgeworfen, dass sie die Tiere unter anderem stressen oder gar hungern lassen, damit sich Besucher an ihren Kunststücken erfreuen können. Achim Winkler, der Zoodirektor ist da anderer Meinung. Denn es ist ungewöhnlich, dass die jungen Babys die ersten Wochen derartig gut überstanden haben. Der dreifache Delfinnachwuchs ist einmalig in der deutschen Geschichte der Delfinhaltung.

    Heidi, das schielende Opossum, ist von uns gegangen


    7. Oktober 2011 von zooladen

    Das schielende Opossum Heidi ist am 28. September 2011 im Leipziger Zoo im Gondwanaland gestorben.  Heidi starb nicht eines natürlichen Todes, sondern sie musst eingeschläfert werden. Der Leipziger Zoo ließ darüber verlauten, dass sich der Allgemeinzustand Heidis sich erheblich verschlechtert hätte, so dass man zu der Erkenntnis gekommen sei, Heidi Schmerzen und ein langes Leiden zu ersparen. Heidi litt an Altersschwächen, die ihr Weiterleben erschwert hätten.

    Ursprünglich kam Heidi aus North Carolina, wo sie,  zusammen mit ihrer Schwester Naira, erst nach Dänemark und dann nach Deutschland gekommen ist.

    Die durchschnittliche Lebensdauer von Opossums liegt bei 4-5 Jahren. Heidi ist also demnach ungefähr 3,5 Jahre alt geworden.

    Seit dem 1. Juli 2011 war Heidis Zuhause die Tropenerlebniswelt Gondwanaland des Leipziger Zoos. Dort lebte sie mit den beiden anderen Opossums Naira und Teddy zusammen.

    Große mediale Aufmerksamkeit erlangte Heidi durch ihren schielenden Blick. Wie allerdings die Fehlstellung der Augen zustande gekommen sein könnte, ist bis heute nicht geklärt. Denn neben Heidi besitzt wohl auch ihre Schwester Naira diese Beeinträchtigung. Da die beiden Opossums in einer Wildtierstation per Handzucht aufgezogen worden sind, könnte die Ernährung einen Anteil an dieser Fehlstellung haben. Eine nachträgliche Feststellung lässt sich schwer vollziehen. Ein weiterer wichtiger Punkt, für das Schielen, liegt in Heidis Übergewicht begründet. Der Leipziger Zoo vermutet, dass sich Fetteinlagerungen hinter den Augen angesiedelt haben und so auf die Augenhöhlen gedrückt haben. Um das Problem der Fetteinlagerungen beheben zu können, setzte der Zoo Leipzig Heidi auf Diät. Diese Therapie zeuge erste Erfolge, denn die Einlagerungen im Schwanz, verringerten sich. Um allerdings die bestehenden Einlagerung auch hinter den Augen entgegenwirken zu können, hätte die Diät fortgesetzt werden müssen. Dort hätten sich die Einlagerungen erst abbauen lassen können, wenn nur noch wenig andere Fettreserven bei Heidi vorhanden gewesen wären.

    Der Ruhm Heidis

    Die Bekanntheit Heidis setzte mit einer Reportage Ende 2010 über das Gondwanaland in Leipzig ein. In dieser wurden alle in dieser Tropenerlebniswelt beheimaten Tiere vorgestellt. Die Fotos die dabei vom schielenden Opossum gemacht worden sind, erlangt Berühmtheit in der ganzen Welt. Zudem war sie war Star der Fernsehsendung: Elefant, Tiger & Co. des MDR.

    Im Vorfeld der Oscar-Verleihungen im Februar 2011 war Heidi in der US Late Night Show von Jimmy Kimmel Live! zu sehen. Sie fungierte als Orakel. Sie sollte Tipps abgeben, wer den Oscar in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin erhalten wird. Nur in der Kategorie bester Film lag Heidi daneben. Mit ihren beiden Tipps Colin Firth und Natalie Portmann, lag sie allerdings goldrichtig. Um die Gesundheit des Tieres nicht zu gefährden, wurden die Aufnahmen in ihrem Gehege in Leipzig gemacht.

    Neben dem Eisbär Knut und dem Kraken Paul avancierte Heidi zu einem der beliebtesten Tiere des Landes. Sie war, auch dank ihres Silberblickes, die Hauptattraktion im Gondwanaland, für das sie als Maskottchen stand.  Darüber hinaus fungierte sie als Botschafterin des Artenschutzes.

    Ich glaube, meine Schweine pfeifen! Die Geschichte von Zhu Jianqiang


    23. September 2011 von zooladen

    Wer geglaubt hat, die Geschichte des wohl zurzeit in China berühmtesten Schweines der Welt wäre zu Ende geschrieben, der irrt. Denn das Schwein, welches nach dem verheerenden Erdbeben in China mehrere Wochen unter Schutt und Asche überlebte, konnte nun erfolgreich geklont werden. Das heißt, es gibt jetzt zwei ‚Heldenschweine‘.

    Doch von Anfang an. Das Schwein hatte das schwere Erdbeben in der chinesischen Region Sichuan im Jahr 2008 überlebt. Mehrere Wochen, genaugenomm4en 36 Tage, hatte das Tier unter dem Schutt über seinem Stall verbracht und war dennoch lebend geborgen worden. Bei dem außergewöhnlichen Tier handelt es sich um den chinesischen Eber Zhu Jianqiang, welcher sich von Holzkohle und Wasser ernährt hatte. Nachdem das Tier geborgen worden war, wurden sechs Ferkel  ausgestattet mit seinem Erbgut von Wissenschaftlern produziert.

    Für die Wissenschaftler ist der Eber ganz außergewöhnlich und wurde deshalb für das Klonprojekt auserkoren. Da verwundert es kaum, das Zhu Jianqiang willensstarkes Schwein bedeutet.

    Das größte Krokodil der Welt als Job-Motor?


    9. September 2011 von zooladen

    Am vergangenen Wochenende wurde das wahrscheinlich größte freilebende Krokodil der Welt auf den Philippinen gefangen. Das Tier ist 1.075 Kilogramm schwer und 6,4 Meter lang. Nach bisherigen Schätzungen ist das Tier rund 50 Jahre alt und soll die Stadt Bunawan mehrere Wochen terrorisiert haben. Beispielsweise sollen dem Tier ein zwölf Jahre altes Mädchen, ein Wasserbüffel und ein Fischer zum Opfer gefallen sein. Wie Medien berichten, waren Wildhüter, die das Reptil fangen sollten, mit dieser Aufgabe 24 Tage beschäftigt. Mehr als 100 Menschen mussten anpacken, als das Tier aus dem Bachbett auf eine Lichtung gezogen werden sollte.

    Nun ist das Tier zwar gefangen und stellt keine Gefahr mehr für die Anwohner dar, aber wie soll es weitergehen? Geht es nach der Stadt Bunawan und der gesamten Region Agusan del Sur, soll das Krokodil ein Besuchermagnet werden. Eigens für das Tier soll eine Anlage entstehen, in welches es leben soll. Zudem soll ein Ökopark für Touristen entstehen. Die Menschen sehen das Krokodil, dass bislang namenlos ist, als eine Touristenattraktion und Einnahmequelle. Dies könnte der erste Schritt in Richtung Ökotourismus in der Region werden.

    Wie das Reptil sich an die neue Situation anpassen wird und ob es seinen Zweck erfüllt, wird sich erst noch zeigen müssen. Die Menschen in der Gegend zeigen sich jedoch zuversichtlich und sichtlich erleichtert, dass der Schrecken gebändigt werden konnte.

    Zwergenkänguruh Billi hält Münsterland in Atem


    26. August 2011 von zooladen

    Immer wieder berichten Medien von entlaufenen Tieren. In der vergangenen Woche ist das Zwergenkänguruh Billi dem Ruf der Freiheit gefolgt und einem Landwirt aus Vreden entwischt. Doch die Freiheit wehrte nicht lang. Bereits am Donnerstag, nach vier Tagen und 10 zurückgelegten Kilometern, wurde das Tier in einem Garten entdeckt.

    Der Gartenbesitzer sperrte Billi ein und informierte daraufhin die Polizei. Der Besitzer wurde ebenfalls benachrichtigt und machte sich auf dem Weg zum Garten. Er wollte das Tier allerdings nicht abholen, sondern ihm ein wenig Känguruh-Müsli bringen. Billi sollte die Nacht in dem Garten verbringen, um sich ein wenig an die Umgebung zu gewöhnen und sich zu beruhigen. Der Landwirt hat bereits Erfahrung mit entlaufenen Känguruhs. Neben Billi hält er Bella, ein weibliches drei Jahre altes KJänguruh. Auch Bella ist bereits ausgebüxt, kam aber von allein wieder.

    Billi hat aufregende Tage hinter sich. Allein in der Natur umher zu streifen ist anstrengend. Zudem war Billi am Donnerstag noch bevor er den Garten erreichte auf die Polizei gestoßen. Die Beamten versuchten, das Tier zu fangen, was ihnen aber nicht gelang. Heute soll Billy wieder nach Hause geholt werden.

    Da kann man nur hoffen, dass Billi vorerst genug von der Freiheit hat und das Loch im Gehege, durch das er entwischt ist, verschlossen wurde. Ansonsten heißt es bald wieder im Münsterland: Das Känguruh ist los.

    Yvonne, die Kuh, ist auf der Flucht


    11. August 2011 von zooladen

    Die wahrscheinlich bekannteste Kuh Deutschlands, Yvonne, ist nach wie vor auf der Flucht, Bereits seit ungefähr zwei Monaten ist das Tier nun schon verschwunden. Immer wieder versuchen Tierschützer, die weggelaufene Yvonne zu finden. Nun muss der Stier Ernst helfen. Er soll die Kuh anlocken. Nach Ansicht der Tierschützer handele es sich bei Ernst um einen ruhigen, seriösen und aus vermeintlicher Kuh-Sicht um ein schönes Tier.

    Ob das Yvonne allerdings genauso sieht oder ob sie sich von dem erneuten Versuch, sie zu finden, unbeeindruckt zeigt, bleibt abzuwarten. Bereits am Mittwoch hat Ernst seine schwere Aufgabe übernommen. Dazu wurde er in ein Waldstück am oberbayerischen Zangberg gebracht. Hoffentlich kann Ernst Yvonne anlocken, denn die Kuh wurde zum Abschuss freigegeben. Ihr könnte es wie dem Problembären Bruno ergehen, der ebenfalls zum Abschuss freigegeben wurde.

    Wie die Dinge weitergehen und ob sich eine Geschichte zwischen Yvonne und Ernst entwickelt, werden die nächsten Tage zeigen. Die Tierschützer hoffen, dass Ernst für Yvonne attraktiv genug ist und sie somit vor dem Tod bewahrt.

    Happy Feet und der Ruf der Freiheit


    29. Juli 2011 von zooladen

    Happy Feet, der wohl berühmteste Kaiserpinguin der Welt, darf vermutlich bald in die Freiheit zurückkehren. Vor fünf Wochen war das Tier in Neuseeland gestrandet. Nachder der Pinguin Sand gefressen hatte, wurde er krank und wurde in den Zoo von Wellington gebracht. Dort sollte das Tier wieder aufgepäppelt werden.

    Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gelang die Pflege und mittlerweile ist Happy Feet, er verdankt seinen Namen übrigens dem gleichnamigen Trickfilm, wieder auf den Beinen. Der Kaiserpinguin hat in der Zwischenzeit gut vier Kilo zugenommen. Kürzlich bestand das Tier sowohl eine Blut- als auch eine Röntgenuntersuchung mit positivem Ergebnis.

    Die Pfleger des Zoos überlegen nun, Happy Feet wieder in die Freiheit zu entlassen. Vielleicht kann er ja dann in seine rund 3.200 Kilometer entfernte Heimat zurückkehren.

    Ein Lama mit Freiheitsdrang


    15. Juli 2011 von zooladen

    Was niedliches für Zwischendurch: Lamas sind in unseren Breiten ja an sich schon eher eine Seltenheit. Wenn nun aber eines dieser eher in den deutschen Zoos und Tierparks anzutreffende Wesen plötzlich auf einer Landstraße spazieren geht, dann stimmt da etwas nicht ganz. In der Nacht zum Freitag ging bei der Polizei in Zell ein ungewöhnlicher Anruf ein. Ein Autofahrer habe morgens gegen 4:30 Uhr ein Lama spazieren gehen sehen, mitten auf der Landstraße zwischen Bad Bertrich und Alf. Wer jetzt denkt, dabei handele es sich um einen Scherz, der irrt.

    Auch nachdem die Polizei alarmiert wurde, zog das Lama fröhlich seiner Wege. Zwischenzeitlich in Alf auf dem Weg Richtung Bremm gesichtet, konnte eine Polizeistreife das Lama nicht ausfindig machen. Die letzte Sichtung war gegen 8 Uhr. Zu dieser Zeit hatte das Tier den Ort Bremm bereits passiert und steuerte als nächstes Ziel Beuren an. Mittlerweile wurde auch die Polizei in Cochem mit dem ungewöhnlichen Einsatz betraut. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, einem entlaufenen Lama auf der Spur zu sein?

    Bereits vor ungefähr sechs Wochen machte ein Lama die Gegend rund um Bad Bertrich ‚unsicher‘. Die Behörden vermuten, dass es sich um ein Tier handelt, dass in Bad Bertrich bei einem Tierhalter lebt, jedoch mit einem immensen Freiheitsdrang ausgestattet ist. Ob  wieder das gleiche Lama ausgebückst ist oder ein zweites Lama seine Freiheit sucht, wird sich erst noch herausstellen müssen.

    Tierische Zuschauermagneten halten die Welt in Atem


    8. Juli 2011 von zooladen

    Denkt man an berühmte Tiere, die die ganze Welt in ihren Bann geschlagen haben, fallen einem augenblicklich das Klonschaf Dolly oder der Problembär Knut ein. Was aus den beiden wurde, ist hinlänglich bekannt. Dolly musste infolge einer schweren Lungenkrankheit eingeschläfert werden. Im Jahr 1997 gelang es dem Wissenschaftler Ian Wilmut das Klonschaf auf die Welt zu bringen. Allerdings wurde Dolly im Gegensatz zu ihren natürlich gezeugten Artverwandten, die eine durchschnittliche Lebenserwartung zwischen zehn und 12 Jahren haben, sechseinhalb Jahre alt. Dolly versetzte zu Lebzeiten die Welt in Aufruhr. Diskussionen und Proteste aber auch Anerkennung rief das geklonte Schaf hervor. Doch bereits kurze Zeit nach ihrem Ableben verschwand das Tier aus der Öffentlichkeit. Bis heute kann Dolly im Royal Museum of Scotland betrachtet werden. Dort steht ein ausgestopftes Exemplar des einst bekanntesten Schafs der Welt.

    Was wurde aus dem Problembär?

    Mit Bruno, dem sogenannten Problembär aus Südtirol, verhielt es sich nicht viel anders. Als der Bär im Juni 2006 von einem Jäger erschossen wurde, hatte in die Welt bereits ins Herz geschlossen. Zuvor trieb er mehrere Monate an der Grenze zwischen Bayern und Österreich sein Unwesen. Bruno war besonders. Denn mit ihm kam nach 170 Jahren der erste in freier Wildbahn lebende Braunbär nach Deutschland. Da Bruno sich jedoch bei seiner Futtersuche unter anderem hemmungslos an Haus- und Nutztieren bediente und teilweise in Siedlungen eindrang, wurde er von der bayerischen Regierung als Problembär bezeichnet. Er wurde zum Abschuss freigegeben. Und trotz der zahlreichen Proteste starb Bruno im Juni 2006 in Bayern. Anschließend geriet auch er in Vergessenheit. Aktuell ist er im Museum Mensch und Natur zu bestaunen. Anlässlich seines fünften Todestages erinnern verschiedene Medien an Bruno und rufen ihn in das öffentliche Gedächtnis zurück.

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