Das schielende Opossum Heidi ist am 28. September 2011 im Leipziger Zoo im Gondwanaland gestorben. Heidi starb nicht eines natürlichen Todes, sondern sie musst eingeschläfert werden. Der Leipziger Zoo ließ darüber verlauten, dass sich der Allgemeinzustand Heidis sich erheblich verschlechtert hätte, so dass man zu der Erkenntnis gekommen sei, Heidi Schmerzen und ein langes Leiden zu ersparen. Heidi litt an Altersschwächen, die ihr Weiterleben erschwert hätten.
Ursprünglich kam Heidi aus North Carolina, wo sie, zusammen mit ihrer Schwester Naira, erst nach Dänemark und dann nach Deutschland gekommen ist.
Die durchschnittliche Lebensdauer von Opossums liegt bei 4-5 Jahren. Heidi ist also demnach ungefähr 3,5 Jahre alt geworden.
Seit dem 1. Juli 2011 war Heidis Zuhause die Tropenerlebniswelt Gondwanaland des Leipziger Zoos. Dort lebte sie mit den beiden anderen Opossums Naira und Teddy zusammen.
Große mediale Aufmerksamkeit erlangte Heidi durch ihren schielenden Blick. Wie allerdings die Fehlstellung der Augen zustande gekommen sein könnte, ist bis heute nicht geklärt. Denn neben Heidi besitzt wohl auch ihre Schwester Naira diese Beeinträchtigung. Da die beiden Opossums in einer Wildtierstation per Handzucht aufgezogen worden sind, könnte die Ernährung einen Anteil an dieser Fehlstellung haben. Eine nachträgliche Feststellung lässt sich schwer vollziehen. Ein weiterer wichtiger Punkt, für das Schielen, liegt in Heidis Übergewicht begründet. Der Leipziger Zoo vermutet, dass sich Fetteinlagerungen hinter den Augen angesiedelt haben und so auf die Augenhöhlen gedrückt haben. Um das Problem der Fetteinlagerungen beheben zu können, setzte der Zoo Leipzig Heidi auf Diät. Diese Therapie zeuge erste Erfolge, denn die Einlagerungen im Schwanz, verringerten sich. Um allerdings die bestehenden Einlagerung auch hinter den Augen entgegenwirken zu können, hätte die Diät fortgesetzt werden müssen. Dort hätten sich die Einlagerungen erst abbauen lassen können, wenn nur noch wenig andere Fettreserven bei Heidi vorhanden gewesen wären.
Der Ruhm Heidis
Die Bekanntheit Heidis setzte mit einer Reportage Ende 2010 über das Gondwanaland in Leipzig ein. In dieser wurden alle in dieser Tropenerlebniswelt beheimaten Tiere vorgestellt. Die Fotos die dabei vom schielenden Opossum gemacht worden sind, erlangt Berühmtheit in der ganzen Welt. Zudem war sie war Star der Fernsehsendung: Elefant, Tiger & Co. des MDR.
Im Vorfeld der Oscar-Verleihungen im Februar 2011 war Heidi in der US Late Night Show von Jimmy Kimmel Live! zu sehen. Sie fungierte als Orakel. Sie sollte Tipps abgeben, wer den Oscar in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin erhalten wird. Nur in der Kategorie bester Film lag Heidi daneben. Mit ihren beiden Tipps Colin Firth und Natalie Portmann, lag sie allerdings goldrichtig. Um die Gesundheit des Tieres nicht zu gefährden, wurden die Aufnahmen in ihrem Gehege in Leipzig gemacht.
Neben dem Eisbär Knut und dem Kraken Paul avancierte Heidi zu einem der beliebtesten Tiere des Landes. Sie war, auch dank ihres Silberblickes, die Hauptattraktion im Gondwanaland, für das sie als Maskottchen stand. Darüber hinaus fungierte sie als Botschafterin des Artenschutzes.