Das Bild ist traurig. Auf dem feinen Sandstrand an der Landzunge Farewell Spit im Norden der Südinsel Neuseelands liegen 33 Grindwale. Sie alle sind tot. Sie mussten eingeschläfert werden, da sie deutliche Anzeichen von Schwäche und Stress zeigten.
Das ist nicht das erste Mal, dass sich die Tiere an Land verirrt haben. Am Montag, den 23. Januar hatte sich eine Gruppe mit insgesamt 99 Grindwalen auf der Landzunge verirrt. Die Tiere wurden daraufhin von freiwilligen Helfern zurück ins Meer gebracht. Allerdings fanden 33 Grindwale nicht den Weg ins offene Meer, sondern strandeten erneut an Land.
Als ihnen nicht mehr anders zu helfen war, wurden sie eingeschläfert, wie der Umweltschutzbeauftragte John Mason gegenüber der Zeitung ‚New Zealand Herald‘ sagte. Insgesamt starben von der großen Gruppe 73 Grindwale und nur 22 Wale konnten sich selbstständig freischwimmen.
Immer wieder kommt es dazu, dass Wale zu nahe an die Küste gelangen und sich nicht mehr richtig orientieren können. Die Gründe sind jedoch bis heute weitgehend unbekannt. In Frage kommen aber unter anderem Krankheiten verschiedenster Arten, die Flucht vor Feinden, starke soziale Bindungen, die eine Gruppe dazu bringen, einem Tier zu folgen oder auch die Störung des sogenannten magnetischen Sinnes. Verletzungen kommen ebenfalls in Frage. Experten können auch nicht ausschließen, dass Unterwasserverschmutzungen bzw. der Unterwasserlärm für die Orientierungslosigkeit bei einigen Walen sorgen.
Besorgniserregend ist jedoch, dass sie Zahl der Walstrandungen in den vergangenen Jahren zugenommen hat.