Ziebenbock als Bürohengst – gab‘s so was schon?


    14. Februar 2012 von zooladen

    Ein kleiner Ziegenbock macht das Büro von Peter Heinrich, Chef des Tierparks Freiberg, unsicher. Günther, so heißt der kleine Ziegenbock, konnte aufgrund der sehr niedrigen Temperaturen nicht draußen in seinem Gehege bleiben. Der kleine wäre, aufgrund der fehlenden körperlichen Stärke, aller Wahrscheinlichkeit nach erfroren und wurde deshalb in das Wirtschaftsgebäude des Tierparks gebracht. Zwar hatten die anderen Zoobewohner nicht so viel Glück wie Günther, die afrikanische Zwergziege, sie wurden in ihren Gehegen jedoch mit Heizstrahlern versorgt, so dass sie ebenfalls nicht frieren mussten.

    Seitdem Günther, den alle nur liebevoll Güni nennen, in das Wirtschaftsgebäude umgezogen ist, schmeckt dem Kleinen frischer Kohl, der eigentlich für die Hasen gedacht ist, besonders gut. Zwar habe die Mutter von Günther anfangs in Ziegenmanier gemeckert, doch nach ein paar Tagen soll sie sich beruhigt haben. Günther habe hingegen nicht einmal gemeckert und sich auf diese Weise über seine derzeitige Unterkunft beklagt. Stattdessen verbringt er die Zeit lieber mit Streicheleinheiten vom Chef persönlich. Wer wird da auch meckern wollen?

    Waltragödie – Vor der Küste Neuseelands stranden 99 Wale


    31. Januar 2012 von zooladen

    Das Bild ist traurig. Auf dem feinen Sandstrand an der Landzunge Farewell Spit im Norden der Südinsel Neuseelands liegen 33 Grindwale. Sie alle sind tot. Sie mussten eingeschläfert werden, da sie deutliche Anzeichen von Schwäche und Stress zeigten.

     
    Das ist nicht das erste Mal, dass sich die Tiere an Land verirrt haben. Am Montag, den 23. Januar hatte sich eine Gruppe mit insgesamt 99 Grindwalen auf der Landzunge verirrt. Die Tiere wurden daraufhin von freiwilligen Helfern zurück ins Meer gebracht. Allerdings fanden 33 Grindwale nicht den Weg ins offene Meer, sondern strandeten erneut an Land.

     
    Als ihnen nicht mehr anders zu helfen war, wurden sie eingeschläfert, wie der Umweltschutzbeauftragte John Mason gegenüber der Zeitung ‚New Zealand Herald‘ sagte. Insgesamt starben von der großen Gruppe 73 Grindwale und nur 22 Wale konnten sich selbstständig freischwimmen.

     
    Immer wieder kommt es dazu, dass Wale zu nahe an die Küste gelangen und sich nicht mehr richtig orientieren können. Die Gründe sind jedoch bis heute weitgehend unbekannt. In Frage kommen aber unter anderem Krankheiten verschiedenster Arten, die Flucht vor Feinden, starke soziale Bindungen, die eine Gruppe dazu bringen, einem Tier zu folgen oder auch die Störung des sogenannten magnetischen Sinnes. Verletzungen kommen ebenfalls in Frage. Experten können auch nicht ausschließen, dass Unterwasserverschmutzungen bzw. der Unterwasserlärm für die Orientierungslosigkeit bei einigen Walen sorgen.

     
    Besorgniserregend ist jedoch, dass sie Zahl der Walstrandungen in den vergangenen Jahren zugenommen hat.

    Wenn sich ein Reh für einen Hund hält


    15. Januar 2012 von zooladen

    Reh Mia wird von Hunden aufgezogen und meint, sie wäre selber einer.

    In der Vulkaneifel, in Ellscheid, lebt das Reh Mia, welches von klein auf von Hunden aufgezogen wurde. Mia ist als Waise in das Haus von Anita Ackermann gekommen. Bereits seit acht Monaten hat die Hundedame Josie das Reh wie ein Kind angenommen.

    Die Mutter des Rehs wurde bei einem Autounfall getötet. Der zuständige Förster hat das Tier zu Familie Ackermann gebracht. In dem Haus hat Mia einen festen Platz neben den beiden Hunden. Vor allem Labradorhündin Josie hat das Reh aufgezogen. Und mittlerweile, nach fast acht Monaten, glaubt auch Mia, sie wäre eine Hündin. Gelegentlich frisst das Reh Hundefutter oder geht auf Streifzüge. Aber die Mia kommt stets zurück.

    Tja, auch Tiere wissen eben manchmal nicht genau, wer sie sind.

    Weihnachten – Sind Haustiere als Geschenke geeignet?


    30. Dezember 2011 von zooladen

    Schon ist Weihnachten wieder vorüber. Doch auch in diesem Jahr wurden in vielen Haushalten erneut Tiere verschenkt. Stets glänzen am Heiligen Abend die Augen von Kindern genauso wie die Erwachsener, wenn die Geschenke ausgepackt werden. Neben den Klassikern, wie Parfum oder Sachen, werden leider auch immer wieder Haustiere verschenkt. Doch in vielen Fällen bleiben die Tiere nicht in ihrem neuen Zuhause, sondern werden nach der Weihnachtszeit, wenn der Alltag wieder einkehrt, nicht selten ausgesetzt.

    Bereits seit langem plädieren Tierschützer deshalb dafür, keine Tiere zu Weihnachten zu verschenken. In den ersten Tagen sind diese eine tolle Überraschung, die das Herz der neuen Besitzer aufgehen lassen, doch was passiert dann?

    Die Tiere müssen ärztlich untersucht werden und natürlich ein artgerechtes Zuhause bekommen, was in den meisten Fällen, wenn diese verschenkt werden, noch nicht eingerichtet ist. Tiere, wie beispielsweise Hunde, Katzen oder auch Kaninchen, verlangen viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Zudem müssen die Halter ein gewisses Maß an Verantwortung mitbringen, wenn sie die neuen Mitbewohner artgerecht halten wollen. Aus diesen und vielen weiteren Gründen sollten  keine Tiere verschenkt werden, wenn der Beschenkte vorher nichts davon weiß. Oftmals fehlen wichtige Informationen, wie ob der Beschenkte ein Haustier möchte oder ob beispielsweise eine Allergie vorliegt.

    Möchte jemand seine Lieben dennoch einmal mit einem Tier überraschen, sollte dieses Vorhaben vorher unbedingt abgesprochen und das Einverständnis der Person, die den neuen Mitbewohner bekommen soll, eingeholt werden.

    Allen einen  guten Rutsch ins neue Jahr.

    Kater als Millionenerbe – unglaublich aber wahr


    15. Dezember 2011 von zooladen

    Die Geschichte des Katers Tomaso aus Rom klingt unglaublich, ist allerdings wirklich so passiert. Einst streifte der Vierbeiner heimat- und herrenlos durch die Straßen der italienischen Hauptstadt. Irgendwann ist der Kater auf die 94 Jahre alte Maria Assunta getroffen, die ihn augenblicklich ins Herz geschlossen haben muss. Denn die Dame vermachte dem Tier ein Erbe in Höhe von knapp 10 Millionen Euro.

    Ein Haken hatte die Sache jedoch: Ausgehend von dem italienischen Erbrecht darf ein Tier nicht als Erbe eingesetzt werden. Aus diesem Grund musste die millionenschwere Dame einen anderen Weg finden. Nachdem sie keine Tierschutzorganisation gefunden hat, die als Erbe eintreten wollte, musste eine andere Person gefunden werden.

    In einem Park traf Maria Assunta dann die junge Dame Stefania, die selbst Katzenbesitzerin ist. An diese Frau überschrieb sie das Vermögen. Diese musste sich jedoch verpflichten, dem Kater Tomaso ein gutes Zuhause zu bieten. Somit ist Tomaso mindestens eine der wohlhabendsten Katzen der Welt und hat ein neues Heim gefunden.

    Hund schießt seinem Herrchen Schrot in den Hintern


    2. Dezember 2011 von zooladen

    Für eine zugegebenermaßen skurrile Situation sorgte kürzlich ein Hund in den USA. Zusammen mit seinem Herrchen hatte sich dieser auf einer Entenjagd befunden. Der Mann war gemeinsam mit einem Freund und seinem Hund in einem Boot unterwegs, um Enten zu jagen, als das Missgeschick geschah.

    Der 46 Jahre alte Jäger kletterte aus dem Boot, um die Köder neu auszurichten. In der Zwischenzeit bewegte sich der Hund und trat auf die am Boden liegende Schrotflinte, aus der sich ein Schuss löste. Dieser Schuss traf den Mann direkt in den Hintern. Insgesamt verteilten sich 27 Schrotkörner in dem Gesäß. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Allerdings seien die Verletzungen nicht sehr schwer.

    Die Jagd auf Nashörner steigt weiter an


    4. November 2011 von zooladen

    Heute soll es mal wieder um ein wenig erfreuliches und dennoch sehr wichtiges Thema gehen. Die Anzahl der wegen der wertvollen Hörner erlegten Nashörner steigt weiter dramatisch  an. Allein in diesem Jahr wurden bereits 341 illegal getötet. Somit wurde ein Rekordhoch erreicht. Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn die Preise, die für die Hörner bezahlt werden, sind enorm hoch.

    Ein Kilogramm Horn für mehr als 50.000 Euro

    Immer häufiger werden Nashörner illegal wegen ihrer Hörner getötet.  Wie die Umweltorganisation veröffentlicht hat, befindet sich die Rate auf einem Rekordhoch. Im Vergleich zu 2007 wurden allein  in diesem Jahr bisher dreimal so viele Nashörner illegal getötet. Und das alles wegen der Hörner. Denn beispielweise werden in Südostasien mehr als 50.000 Euro für ein Kilogramm des Nashorn-Horns bezahlt. Die Popularität der Nashörner in Afrika und Südasien wird dadurch massiv bedroht.

    Doch damit nicht genug. Wie der WWF mitteilt, gilt das Java-Nashorn seit vergangener Woche als ausgestorben, nachdem man ein gewildertes Exemplar aufgefunden hatte. Bei diesen Zahlen verwundert es kaum, dass die Regierungen zu drastischen Maßnahmen greifen, um die Nashörner zu schützen. In den Kampf gegen die Wilderer wird teilweise sogar das Militär einbezogen. Die mutmaßlichen Wilderer werden festgenommen und teilweise bei den Fluchtversuchen getötet.

    Besonders problematisch ist die Tatsache, dass die organisierte Kriminalität die Wilderei als lukratives Geschäft für sich entdeckt hat. Die jeweiligen Behörden sind sich der Bedrohung bewusst und versuchen, diese Gefahr zu bannen.

    Delfinnachwuchs begeistert Duisburger Zoobesucher


    21. Oktober 2011 von zooladen

    Im Zoo in Duisburg sind binnen weniger Wochen drei Delfinbabys zur Welt gekommen. Experten betiteln dieses Ereignis als große Besonderheit, da die Meeressauger, wenn sie sich in Gefangenschaft befinden, nur schwer nachzuzüchten sind. Am 17. Oktober wurde das erste Baby in der Öffentlichkeit gezeigt. Bei der Geburt wog „Dörte“ um die 18 Kilo, mittlerweile wiegt sie stolze 44,8 Kilogramm. Etwa zeitgleich mit Dörte kamen die Babys „Diego“ und „Darwin“ zur Welt. Dörte hat die beiden anderen Babys mit ihrem Gewicht allerdings schon längst überholt.

     

    Dörte erhält die volle Aufmerksamkeit

     

    Mittlerweile ist Dörte schon knapp zwei Monate alt. Im August wurde sie von Mutter „Delphi“ zur Welt gebracht. Spektakulär ist, dass im darauffolgenden Monat zwei weitere Delfinbabys das Licht der Welt erblickten. Beide müssen noch einige Zeit im Quarantänebereich verbringen. Damit sind die Jungtiere sicher vor Infekten, die sie sich gerade in dem jungen Alter schnell einfangen können. Das Immunsystem der Delfine ist zur Geburt nicht ausreichend ausgebildet. Selbst wenn sie in Freiheit wären, würde das Immunsystem noch nicht voll funktionsfähig sein. Somit wird Dörte die ganze Aufmerksamkeit geschenkt, was ihr sichtlich zu gefallen scheint.

     

    Im Jahr 1965 erhielt der Duisburger Zoo die ersten Meeressauger. Damals handelte es sich um Wildfänge. Regelmäßig wird der Tierpark von den Gegnern der Delfinhaltung angegriffen. Ihrer Meinung nach sollten Delfine nicht in künstlichen Wasserbecken gehalten werden. Der Zoo muss dabei jede Menge Kritik ernten. Von den Gegnern der Delfinhaltung wird ihnen vorgeworfen, dass sie die Tiere unter anderem stressen oder gar hungern lassen, damit sich Besucher an ihren Kunststücken erfreuen können. Achim Winkler, der Zoodirektor ist da anderer Meinung. Denn es ist ungewöhnlich, dass die jungen Babys die ersten Wochen derartig gut überstanden haben. Der dreifache Delfinnachwuchs ist einmalig in der deutschen Geschichte der Delfinhaltung.

    Heidi, das schielende Opossum, ist von uns gegangen


    7. Oktober 2011 von zooladen

    Das schielende Opossum Heidi ist am 28. September 2011 im Leipziger Zoo im Gondwanaland gestorben.  Heidi starb nicht eines natürlichen Todes, sondern sie musst eingeschläfert werden. Der Leipziger Zoo ließ darüber verlauten, dass sich der Allgemeinzustand Heidis sich erheblich verschlechtert hätte, so dass man zu der Erkenntnis gekommen sei, Heidi Schmerzen und ein langes Leiden zu ersparen. Heidi litt an Altersschwächen, die ihr Weiterleben erschwert hätten.

    Ursprünglich kam Heidi aus North Carolina, wo sie,  zusammen mit ihrer Schwester Naira, erst nach Dänemark und dann nach Deutschland gekommen ist.

    Die durchschnittliche Lebensdauer von Opossums liegt bei 4-5 Jahren. Heidi ist also demnach ungefähr 3,5 Jahre alt geworden.

    Seit dem 1. Juli 2011 war Heidis Zuhause die Tropenerlebniswelt Gondwanaland des Leipziger Zoos. Dort lebte sie mit den beiden anderen Opossums Naira und Teddy zusammen.

    Große mediale Aufmerksamkeit erlangte Heidi durch ihren schielenden Blick. Wie allerdings die Fehlstellung der Augen zustande gekommen sein könnte, ist bis heute nicht geklärt. Denn neben Heidi besitzt wohl auch ihre Schwester Naira diese Beeinträchtigung. Da die beiden Opossums in einer Wildtierstation per Handzucht aufgezogen worden sind, könnte die Ernährung einen Anteil an dieser Fehlstellung haben. Eine nachträgliche Feststellung lässt sich schwer vollziehen. Ein weiterer wichtiger Punkt, für das Schielen, liegt in Heidis Übergewicht begründet. Der Leipziger Zoo vermutet, dass sich Fetteinlagerungen hinter den Augen angesiedelt haben und so auf die Augenhöhlen gedrückt haben. Um das Problem der Fetteinlagerungen beheben zu können, setzte der Zoo Leipzig Heidi auf Diät. Diese Therapie zeuge erste Erfolge, denn die Einlagerungen im Schwanz, verringerten sich. Um allerdings die bestehenden Einlagerung auch hinter den Augen entgegenwirken zu können, hätte die Diät fortgesetzt werden müssen. Dort hätten sich die Einlagerungen erst abbauen lassen können, wenn nur noch wenig andere Fettreserven bei Heidi vorhanden gewesen wären.

    Der Ruhm Heidis

    Die Bekanntheit Heidis setzte mit einer Reportage Ende 2010 über das Gondwanaland in Leipzig ein. In dieser wurden alle in dieser Tropenerlebniswelt beheimaten Tiere vorgestellt. Die Fotos die dabei vom schielenden Opossum gemacht worden sind, erlangt Berühmtheit in der ganzen Welt. Zudem war sie war Star der Fernsehsendung: Elefant, Tiger & Co. des MDR.

    Im Vorfeld der Oscar-Verleihungen im Februar 2011 war Heidi in der US Late Night Show von Jimmy Kimmel Live! zu sehen. Sie fungierte als Orakel. Sie sollte Tipps abgeben, wer den Oscar in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin erhalten wird. Nur in der Kategorie bester Film lag Heidi daneben. Mit ihren beiden Tipps Colin Firth und Natalie Portmann, lag sie allerdings goldrichtig. Um die Gesundheit des Tieres nicht zu gefährden, wurden die Aufnahmen in ihrem Gehege in Leipzig gemacht.

    Neben dem Eisbär Knut und dem Kraken Paul avancierte Heidi zu einem der beliebtesten Tiere des Landes. Sie war, auch dank ihres Silberblickes, die Hauptattraktion im Gondwanaland, für das sie als Maskottchen stand.  Darüber hinaus fungierte sie als Botschafterin des Artenschutzes.

    Ich glaube, meine Schweine pfeifen! Die Geschichte von Zhu Jianqiang


    23. September 2011 von zooladen

    Wer geglaubt hat, die Geschichte des wohl zurzeit in China berühmtesten Schweines der Welt wäre zu Ende geschrieben, der irrt. Denn das Schwein, welches nach dem verheerenden Erdbeben in China mehrere Wochen unter Schutt und Asche überlebte, konnte nun erfolgreich geklont werden. Das heißt, es gibt jetzt zwei ‚Heldenschweine‘.

    Doch von Anfang an. Das Schwein hatte das schwere Erdbeben in der chinesischen Region Sichuan im Jahr 2008 überlebt. Mehrere Wochen, genaugenomm4en 36 Tage, hatte das Tier unter dem Schutt über seinem Stall verbracht und war dennoch lebend geborgen worden. Bei dem außergewöhnlichen Tier handelt es sich um den chinesischen Eber Zhu Jianqiang, welcher sich von Holzkohle und Wasser ernährt hatte. Nachdem das Tier geborgen worden war, wurden sechs Ferkel  ausgestattet mit seinem Erbgut von Wissenschaftlern produziert.

    Für die Wissenschaftler ist der Eber ganz außergewöhnlich und wurde deshalb für das Klonprojekt auserkoren. Da verwundert es kaum, das Zhu Jianqiang willensstarkes Schwein bedeutet.

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